Burgruine Weißenstein


Und wieder einmal rief die gute alte Burgruine im Bayerischen Wald bei unseren Freunden der ersten Stunde, den Burgfreunden zu Weißenstein (auch genannt: MOF´s).

Am späten Freitagnachmittag machten wir uns in fast kompletter Besetzung auf den Weg.
Das Wetter war entgegen der vorherigen Jahre: SONNIG!!!
Mit gespannter Vorfreunde auf kleine, viereckige, ganz flache Dinger über die wir uns riesig freuten, aber dazu später.

Überspringen wir die Fahrt, die sogar einmal fast ohne wüste Beschimpfungen unseres Leithammels über andere Autofahrer verlief.

So kamen wir in Weißenstein an, checkten erstmal in der Pension ein und warteten.
Und tatsächlich da kam ein Kurierfahrer……extra aus Aachen……er hielt an…….stieg aus…öffnete die Tür…..und da lagen sie….erstrahlten in vollem Glanz…..
UNSERE ERSTEN CD`S!!!
Es war ein langer und  beschwerlicher Weg bis zu diesem Moment, aber dieser Augenblick entschädigte uns für alles!(fast für alles)

Jetzt aber husch zum Fest hoch, wir mussten ja noch unser Zelt aufbauen.
Unser Lagerplatz war neben einem sehr netten Pärchen die auch gleich beim Aufbau mit anpackten.

Danach war erstmal Begrüßungsrunde angesagt mit vielen Umarmungen und Hallo´s.

Unser erster Roadie des Wochenendes und Helfer in der Not war inzwischen eingetroffen: Fremonts Kollege Uli, der tatkräftig beim Instrumententransport mitanpackte, ein Luxus an den man sich gewöhnen könnte.
J

Es folgte ein bisschen Gespiele unsererseits, eine Tanzvorführung von Aruna Mystica und den Burgfreunden selbst, sowie eine Feuershow, mit unter anderem unseren Nachbarn: Magicus incendium.

Der nächste Tag begann, oh wunder, sonnig und mit einem ausgiebigen Frühstück in der Pension mit anschließendem CD signieren.

Der Markt war wie gewohnt wunderschön und auch wieder ein bisschen größer wie letztes Jahr.
Wir spielten im Wechsel mit Frederik Finn, einem Harfenspieler aus Ulm, der uns mit gar wunderbarer Melodei entzückte!
Inzwischen hatte sich ein zweiter Roadie zu uns gesellt: Stefan aus Regensburg, der fleißig den ganzen Tag uns unsere Instrumente hinterher schleppte und aufpaßte oder unsere Fressalien beschützte.
Um zwei war wieder Einzug. Als wir draußen warteten lief uns ein altbekannter Dudelsackspieler über den Weg, der seinen Sack (also den Sack, nicht den anderen) mit einem Fuchsfell verziert hat. An dieser Stelle eine Entschuldigung an jene, weil wir leider seinen Namen vergessen haben, sorry, is ned bös gemeint ……
J
Wie auch immer, auf alle Fälle gaben wir dann zusammen mit ihm spontan „Ali ben gybma gaffa“ zum besten. Super!!
In der Arena wurden dann alle Gruppen vorgestellt, herrlich moderiert von Ritter Jo von den Templern, der uns folgend ankündigte:

„Und nun…last but not least…..die Rolling Stones des Mittelalters….Circulus in Taberna!“

Vor lauter Freude und Überraschung
Jvergasen wir fast uns zu verbeugen.
Was uns wieder einmal bestätigte, Weißenstein ist nicht irgendein Markt, sondern spielen bei Freunden.
Danach war erstmal wieder den Bauch voll schlagen angesagt bei Kaffee und Kuchen in der Burgschänke, während unten die Schlacht tobte.
Das hatte für unseren Leithammel folgen, denn als er gerade seelenruhig und mit Hochgenuss sich sein Stück Erdbeersahne in den Mund schieben wollte, donnerte von unter ein Kanonenschuss herauf, worauf das gute Stück Kuchen in hohem Bogen davonsegelte und fortan Futter für die Ameisen war.
Während wir uns noch vor Lachen den Bauch hielten über soviel Schreckhaftigkeit, wollte unser Boss einen Schluck Tee nehmen, zur Beruhigung, perfektes Timing, genau in diesem Moment ertönte ein weiterer Schuss und der Tee ergoss sich über seine Hose und den Tisch.
Da war es dann vorbei, wir lagen vor Lachen auf dem Boden!

Wir spielten noch mal in der Burgschänke, unter anderem den „Totentanz“ . Kurz vor der Ansage stellte ich mit Panik fest das das Totenglöckchen fehlte, sofort wurde eine groß angelegte Suchaktion nach einem Ersatz gestartet. Nach erfolglosem ausprobieren von verschiedenen Flaschen und Biergläsern brachte ein Zuhörer die Erlösung: ein Weinglas. In Kombination mit einem Stein brachte es fast einen besseren Klang als unser Glöckchen hervor. Kam mir dann aber doch etwas veräppelt vor als ich da auf dieses Weingleis mit einem Stein einschlug, grummel.
Abends folgte dann bei Fackelschein vor der wunderschönen Kulisse der Burgruine das Konzert.
 Mit einer tollen Feuershow und magischen Tänzen vor verzaubertem Publikum.

Jetzt endlich in kompletter Besetzung da unser Trommler Petrus nun endlich Arbeit aus hatte.

Der Abend klang in der Schenke mit leisen Liedern aus und endete um zwei Uhr morgens erschöpft im Hotelbett.

Am nächsten Morgen schauten ein paar von uns recht dumm aus der Wäsche und fast jeder konnte mit einem tiefen Bass in der Stimme aufwarten.
Es folgte das Frühstück (diesmal nur ein Frühstücksei pro Person, denn drei Eier zum Frühstück sind definitiv nicht weiterzuempfehlen) und eine Raucherpause  bevor die Zimmer geräumt wurden und wir zum letzten Markttag starteten.

Wir spielten uns die Seele aus dem Leib, trugen manch Sonnenverbrennung davon und so ging der letzte, gutbesuchte, Tag zu Ende.
Noch das Zelt abbauen und alles verstauen, dreimaliges kontrollieren ob auch wirklich alles dabei ist und große Verabschiedungsrunde.

Heimfahrt, verstauen der Instrumente im Probenraum und ausklingen des Abends beim Chinesen in der Heimatstadt (wir unterhielten wie immer den ganzen Laden, gut das es schon zu vorgerückter Stunde war).

Es war ein tolles Wochenende, macht weiter so und bis nächstes Jahr!

Die CIT´ler  grüßen:
-die Burgfreunde zu Weißenstein
-der Freie Ritterorden der Templer
- Frederik Finn
- Magicus Incendium
- Uli
- Stefan aus Regensburg
- alle die wir vergessen haben

Hochachtungsvoll

Desideria die Schlagkräftige