Historischer Weihnachtsmarkt zu
München am 02.12.06
Wie schon vergangenes Jahr waren wir
auch dieses Jahr wieder zum Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in München
geladen.
Von den dramatischen Erfahrungen im letzten Jahr geprägt, z.B. stundenlanges
Parkplatz suchen, oder zu versuchen einen Parkplatz freizuhalten. Hat das schon
mal jemand versucht???? Das ist lebensgefährlich in München! Wenn die nen freien Platz sehen, wird reingefahren, egal ob da
jemand steht oder nicht. Wahnsinn….
Aber gut, daraus gelernt, waren dieses Jahr schnell zwei gefunden.
Noch während wir auf unsere Fahrer warteten, liefen uns schon die ersten
Templer über den Weg. Unsere treuesten Fans hatten sich doch tatsächlich nur
wegen uns in Mittelalter-Klamotten per U-Bahn auf den Weg zum Markt gemacht!!!!
Snief……>ganzgerührtbin<
Der Empfang durch Diego, den Veranstalter, und seinen fleißigen Helfern war wie
im Vorjahr herzlich und wir genehmigten uns erstmal einen Glühwein und
Flammkuchen.
An dieser Stelle muss ich erwähnen dass die Verpflegung allererste Sahne
war!!!!!!! Es gab Glühwein bis zum abwinken, Essensmarken von allen Ständen
(auch Crepes und Waffeln) und soviel wir wollten!!!!!
Applaus, denn das ist selten!!!!!
So standen wir also da und schlürften gemütlich unseren Glühwein als auch der
Rest der Templertruppe bei uns auftauchte. Eine Templerin
gab eine U-Bahn Geschichte vom letzten Jahr zum Besten, als sie sich auf den
Rückweg gemacht hatten. Dabei waren sie einer Gruppe Tokio Hotel Fans begegnet,
die sie wohl recht befremdlich musterten (beruhte auf Gegenseitigkeit) und
einige von den Tokiofans hatten auf der Wange „BILL“
stehen. Da fragte sie kurzerhand ob er/sie den Stift noch habe und schrieb sich
auf ihre Wange „FRED“!!!! (Zur Erklärung: Fremont=Fred)
Wir haben uns weggeschmissen vor Lachen! Und ich glaub da Fremont is sogar ein bisschen Rot geworden….grins.
Ich wart jetzt nur noch auf die ersten Schilder Jim Publikum: „Ich will ein Kind von
Dir!“
Da um 18:00 Uhr unser Auftritt startete trugen wir unsere Instrumente zur
Bühne. Schnell wurde klar dass der neue Standort jener Bühne dieses Jahr nicht
ganz glücklich gewählt war.
Durch die direkte Nachbarschaft zu den Toilettenwagen, stank es aus dem Gully
erbärmlich! Aber wir sind ja hart im nehmen und die Besucher wohl auch, wenn
man sich die Menge der Zuschauer ansah (ob da Glühwein im Spiel war?)
Wir starteten, heute in reduzierter Besetzung, da Kassandra krankheitstechnisch
ausgefallen war.
Nichts desto trotz legten wir richtig los und schon nach dem ersten Lied wurde
nach unserer CD gefragt.
Unser guter Leithammel war heute allerdings wohl etwas verwirrt, denn er
verhaspelte sich gleich bei zwei Liedern (gut das uns das nicht passiert ist,
hätte Schläge gegeben..;-))
Der Guten Seraphin ergings
dann allerdings auch nicht viel besser, als sie mit der Schalmei fast zu früh
einsetzte und dadurch alle etwas verwirrte. Aber wir sind ja alle Profis und
überspielten die kleinen Patzer.
Der Knaller war dann allerdings als es an den „Schleiertanz“ ging: Unser
Fremont schnappt sich das Davul und schlüpft in den
Haltegurt, unter der Mithilfe von Petrus und mir da ihm seine Gugl und die langen Ärmel im Weg waren. Und ich denk mir
noch so als er sich zum spielen hinstellt: „Komisch, seit wann ist ein Gurt um
die Hüfte und der andere um den Hals?“
Aber egal dacht ich mir, vielleicht ne neue Technik,
er wird’s schon wissen. In dem Moment hör ich ihn schreien und fluchen, denn er
hatte den Gurt tatsächlich verkehrt an. Also die Trommel über den Hintern (als
wenn man die Hose runterzieht) wieder abgestreift, ich ihm die Gugel über den
Kopf ausgezogen und die Trommel richtig an. Und jetzt endlich konnte es
losgehen.
So viele Pannen hatten wir schon lange nicht mehr. Aber den Reaktionen nach
hat’s den Zuschauern wohl gefallen…. J
Nachdem wir gnadenlos überzogen hatten, war erstmal wieder Pause angesagt. Mit
einem leckeren Glühwein in der Hand und einigen musikalischen Darbietungen von
Seiten der Templer verging die halbe Stunde wie im Flug. Sie hatten nämlich ein
ganz besonderes Instrument dabei: Nasenflöten!!!! Fragt nicht, so was kann nur
von Templern kommen. Da wird’s einem nie langweilig!
Wir fingen mit Branle d`Ecosse
an um die Besucher anzulocken. Wäre allerdings nicht nötig gewesen, da die
meisten eh schon vor der Bühne warteten wann wir denn endlich wieder spielen.
Ich, wie immer in letzter Zeit, völlig fertig nach dem Tanz war am keuchen und
konnte mich Gott sei Dank bei „Wohl auff wir weilen slauffen“ mit der Drehleier etwas ausruhen. Möchte wissen
wie unsere Seraphin das macht, die spielt während des
Tanzens auch noch Schalmei…
Trotz ein paar Pannen von unserem Chef verlief der Auftritt reibungslos. Als
letztes wollten wir dann eigentlich als Zugabe, speziell für unsere
Templerfreunde, unser nagelneues Lied spielen. Aber die forderten lautstark
nach „Pippi“!!!! Na ja, müsst ihr euch halt bis nächstes Jahr gedulden, hähä!
Beim CD verkaufen lernten wir ein nettes Pärchen aus
München kennen, d.h. er kam aus München, sie aus Japan und erst seit einem Jahr
hier. Die hab ich natürlich gleich an unsere Seraphin
verwiesen, da sie unser Japanfan in der Gruppe ist
und erst letztes Jahr drei Wochen dort verbracht hatte. An dieser Stelle: Danke
für den lieben Gästebucheintrag und hoffentlich bis nächstes Jahr!!!
Gegen neun traten wir dann den Heimweg an, da mittlerweile schon der örtliche
Straßenkehrer (wusste gar nicht das es die in Zeiten von Kehrmaschinen noch
gibt) uns zwischen den Füßen rumfegte.
Ich kann nur allen ans Herzen legen einmal den Markt zu besuchen, da er eine
tolle Alternative zu den üblichen Weihnachtsmärkten ist! Liebevoll gezimmerte
Buden, den Glühwein aus wunderschönen Tonkelchen. Sowohl Darsteller als auch
viele Besucher trotz der meist klirrenden Temperaturen in Gewandung. Und
natürlich eine große Auswahl an Ständen wo sich jeder etwas findet.
In diesem Sinne
Besinnliche Weihnachten euch da draußen und ein gutes Neues!
Alles Liebe
Eure Desideria