Markt zu
Arnstorf vom 16.06. bis 17.06.07
Samstagmorgen…….8:30
Uhr…Behausung der Rumslants…….die Frisur hält!!!
Ok, Späßle gmacht,
also, wie gesagt, Treffpunkt heute bei den Rumslants und zu einigermaßen
menschlicher Zeit, da wir mal grad ne halbe Stunde Fahrt hatten. Ganz
ungewohnt….
Also, alle Instrumente
ins Auto geschmissen, Musiker in die Autos verteilt und mit unserem treuen
Fan/Roadie/Packesel/CD-Verkäufer/etc. Uli im Schlepptau ging’s auch schon los.
Eins möchte ich jedoch
noch zur Fahrt anmerken, sie war zwar recht kurz, aber unser Fremont hat
seiner Strophe in unserem CIT-Lied
wieder alle Ehre gemacht:
„Der
Fremont von der Landenau,
der fährt
wie eine g´sengte Sau!“
Kassandra und mir blieb
teilweise nur noch eine Möglichkeit: Augen zu und festhalten….
Arnstorf kannten wir ja
noch ein wenig von vor vier Jahren, als wir damals noch als normale Touris das
Fest besuchten. Mehr kann ich dazu jetzt allerdings nicht schreiben, da meine einzige
Erinnerung ist, das ich irgendwann so gegen fünf Uhr morgens am Lagerfeuer im
Burggraben gesessen bin und gegen sieben dann die Heimreise angetreten habe.
Nüchtern, wohl angemerkt!!!
Erstmal sind wir zu
unserer Pension gefahren, die uns vom Veranstalter empfohlen wurde und nur ein,
allerhöchsten eineinhalb Kilometer entfernt liegt. Nun ja, die Entfernung war
die erste Falschangabe, es waren vier Kilometer. Aber gut, wir sind ja nicht
so. Auf diese Weise hatten wir das Vergnügen durch Orte mit so wohlklingenden
Namen wie „Ofen“ oder „Speisöd“ zu fahren. So was erlebt auch nicht jeder,
oder!!??!!
Mehr zu unserer
Unterkunft im Mittelteil….
Jetzt auf zum Markt,
erstmal zum Veranstalter hin und alles Verwaltungstechnische geklärt. Wir
bekamen alle unsere Eintrittsmarken und anstatt Essensmarken gab’s zwölf Euro
pro Person und Tag. An und für sich keine schlechte Lösung wenn man dann
losgeht und um Supermarkt sich einen Kasten Wasser kauft. Auf die Idee sind wir
allerdings erst später gekommen und so war es zu wenig, um sich auf einem Markt
den ganzen Tag zu versorgen. Die Getränke und Essenspreise sind nun mal, wie
auf jeder Veranstaltung, recht hoch. Na ja, wie sagen wir: „SZ - selbst zuid“
(selbst schuld).
Aber genau hier, am
Veranstatltungsstand, ereignete sich ein denkwürdiger Moment, denn inmitten
dieses Trubels, erfuhr unser Uli die Ernennung zum Equipment-Manager!!! Denn
auf die Frage der Dame am Stand wer denn die achte Person sei, antworte ich
(eigentlich mehr zum Spaß): das sei unser Equipment-Manager. Sie nickte, beugte
sich wieder über ihre Liste, die Feder kratze übers Papier und das war der
Moment in dem unser Uli das erste Mal offiziell, mit Titel, schriftlich erwähnt
wurde!!!
Nachdem dann auch noch
ein Unterschlupf für unsere Instrumente gefunden war und wir den Markt kurz
inspiziert hatten, gingen wir endlich Kaffee trinken. Wir erspähten ein kleines
Cafe am oberen Teil des Marktes und ließen uns nieder. Ich bestellte mir eine
Butterbreze und einen Kaffee, was anscheinend eine gute Idee war, denn die
Butterbrezen waren dermaßen knusprig und frisch das der Rest sich auch welche
bestellte. Mit soviel Nachfrage wurde von Seiten des Cafes anscheinend nicht
gerechnet, denn kurz darauf bemerkten wir eine Gestalt geschwind an uns
vorbeihuschen in Richtung Bäcker um neue Brezeln zu holen. Als wir dann
nacheinander jeder noch eine zweite bestellten, kam die Bedienung dann leicht
durcheinander. Tja, ……
Der abschließende
Toilettengang spornte uns dann wieder zu allerhand Schabernack an, und zur
Entwicklung kühner Theorien von Wurmlöchern in Toiletten…. Auch die Bauweise
der WC-Anlage förderte unsere Phantasie. Die Herren und Damentoilette war nur
durch eine Trennwand unterteilt, was auch in Ordnung ist, aber warum ist
oberhalb der Trennwand ein „Spritzschutz“ aus Plexiglas angebracht????? Das
lieferte Stoff zu regen Diskussionen über das Pinkelverhalten diverser Damen
und Herren……
Was ich aber wirklich
sagen muss, ist das die Toiletten in dem Cafe wunderschön und liebevoll
hergerichtet waren und das ganze Fest über immer in einem Top Zustand!
Um elf Uhr zur
Markteröffnung versammelten wir uns bei der Hauptbühne und lauschten der
Musikgruppe „Tolstafanz“. Dabei trafen wir auch einige alte Bekannte wieder,
wie z.B. Sue, eine Sängern der Gruppe „Mundräuber“, aber auch Mitwirkende in
diversen anderen Gruppen.
Nach unseren Kollegen
nahmen wir die Bühne in Beschlag und spielten unseren ersten Liederblock des
Tages.
Danach war wieder Pause
angesagt. Etwas das wir sonst nicht so kennen, dieses Jahr aber ausnahmsweise
schon, da ja unsere Dragana CIT´ler Nachwuchs erwartet und mittlerweile im
achten Monat ist.
Die Wartezeit brachte
unseren Ursus wieder auf allerhand witzige Ideen….siehe Fotos…..grins….

Danach spielten wir im
Schlossgarten, um uns dann wieder bei unserem Cafe niederzulassen. Hier
entstand dann ein witziges, vielleicht auch etwas gemeines Foto, das ich an
dieser Stelle zu einem Bilderrätsel nutzen möchte:
Wer ist das????

Genaauuuu, unser
ebenfalls treuer und fleißiger Fan Stefan war auch wieder vor Ort!
Auf diese Weise hatten
wir mal erfrischend wenig zu tragen….
Ich möchte noch
erwähnen das unser Fremont an diesem Tag auch seinen ganz eigenen Spaß hatte…..wenn
er dann auch von unserem Gejohle unterbrochen wurde und etwas rot
wurde……grins…..Details bleiben geheim, nur eines sei gesagt: es war dieselbe
Dame, die er in Weißenstein kennengelernt hatte……
Gegen Abend trafen dann
auch endlich, von uns sehnsüchtig erwartet, „Lupus Vagabundus“ ein.
Diese spielten dann
auch zugleich im Burggraben unten und weil wir bis zum Konzert abends erstmal
Ruhe hatten, gesellten wir uns zu Ihnen…..wie ich schon einmal geschrieben
hatte: super, super, super!!!
Einfach herrlich, wir
haben gelacht bis zum umfallen!!!
Als sie fertig waren
und wir uns unterhielten, bat ich ihren Chef, dass ich auch ein Foto von seiner
Fast-Glatze machen dürfe, damit unser Stefan nicht ganz allein damit dasteht.
Nun ja, er hatte eine bessere Idee: er setzte sich auf die Bank, mit dem Rücken
zu Dragana, und drapierte sich ihre rote Lockenmähne über den Kopf, das
Ergebnis ist das folgende Foto:

Wie sehr Haare einen
Menschen doch verändern…….hihi
Unser letztes Gespiel
des Tages erfolgte dann zu vorgerückter Stunde im Garten des Schlosses,
zusammen mit einer Musikergruppe aus Landshut und einem Gaukler. Das ganze war
etwas schlecht organisiert, da es stockfinster war und man nicht wirklich viel
sah. Der Gaukler löste es aber recht gut, indem er seine Fackeln immer wieder
entzündete und das Publikum viel mit einband. Wir spielten im Wechsel mit der
anderen Band auf seine Anweisung hin und auf diese Weise rettete er das ganze
Spektakel. Ah ja, hier ein Schenkelklopfer von ihm: ;-)
Wie hat
sich ein Kreuzritter im Mittelalter umgebracht???
Er wirft
sich vor nen Kreuzzug!
Wir ließen den Abend
ruhig ausklingen bei einem Bierchen, bzw. einem Apfelschörlchen oder Spezichen.
Noch eine Kleinigkeit zu Essen und ein paar gebrannte Erdnüsse und Mandeln und
wir ließen den Tag Revue passieren……Gegen eins machten wir uns dann auf den Weg
zur Pension.
Noch am selben Abend
machte ich Bekanntschaft mit einer der Eigenheiten unserer Unterkunft:
Die Benutzung des Badmülleimers erwies sich als Fingerfertigkeit, da er sich bereits in seine Bestandteile auflöste. Na ja, da wusste ich noch nicht das das geringste Übel war……
Der nächste Morgen
begann erstmal mit einer Störung durch h ausdauerndes Kirchengeläut um sechs in
der Früh…die Pension stand direkt neben dem örtlichen Gotteshaus, na ja….halb
so schlimm, umgedreht und bis um acht weitergepennt. Ich hatte ausnahmsweise
gut geschlafen, der Rest der Truppe allerdings mal ausnahmsweise nicht. Ich
erwischte wohl das einzige Bett mit dick ausgepolstertem Kissen und nicht
kratzender Bettwäsche, Glück ghabt würd ich sagen, hähä….
Als ich nach Seraphin
ins Bad marschieren wollte, bemerkte ich h einen dunklen Fleck am Teppichboden
zum Bad. Bei darauffolgender genauerer Inspizierung des Bads mit Seraphin,
stellten wir fest, dass sich das ganze in eine Tropfsteinhöhle verwandelt
hatte. Die zehnminütige Dusche hatte gereicht um an der Decke kleine
Stalaktiten und am Boden Pfützen entstehen zu lassen.
Aber gut, auch nicht
sooo schlimm, wir müssen ja nachher nicht wieder putzen. So freute ich mich
jetzt erstmal aufs Frühstück. Wir stürmten alle geschlossen und bester Laune
nach unten…….um uns dann im Frühstücksraum ungläubig anzusehen. Wir befanden
uns an einem Tisch, eingedeckt mit zwei kleinen Tellern Salami (genau
abgezählt), ein kleines Stück Butter pro Person auf jedem Teller, ein
Tellerchen mit Marmelade, Kaisersemmeln, eine Flasche O-Saft, eine Flasche
Traubensaft und zwei Kannen Kaffee. Da hab ich ja sogar in England besser
gefrühstückt………..Die darausfolgende Beschwerde von unserer Seite umging der
Gastwirt galant: er war nämlich gar nicht da, sondern die komplette Familie
befand sich nebenan beim Gottesdienst. Wir hätten Ihnen jetzt in Seelenruhe die
komplette Bude ausräumen können…..aber wir sind ja nicht so……
Nach dem enttäuschenden
Frühstück, schafften wir uns einen Lichtblick, indem wir beschlossen wieder in
dem Cafe vom Vortag einzukehren und uns dort eine der leckeren Butterbrezeln zu
genehmigen……
Aber irgendwie war
heute wohl der Wurm drin, denn auch hier hatten wir heute Pech, die am Vortag
so leckeren Brezeln waren auch heute noch vom Vortag und nur noch mal
aufgebacken.
Jetzt hatte Fremont
endlich die Gelegenheit sich zu beschweren und die Bedienung entschuldigte ich
und wir bekamen die Brezeln zum halben Preis.
Um elf war wieder
Markteröffnung und wir spielten wieder auf der Hauptbühne. Danach pausierten
wir bis wir um halb eins in Richtung Sportplatz gingen um uns für den Umzug
aufzustellen.
Im Gegensatz zum Vortag
wo es angenehm bedeckt war, brannte heute die Sonne gnadenlos auf uns nieder.
Das ganz Erinnerte an Ergolding vor zwei Jahren….
So standen wir am
Sportplatz und warteten während wir langsam gar wurden. Manch einer versuchte
dies durch Improvisation zu verhindern…….siehe Foto:

Es geschah nichts
Unkeusches in diesem Moment, wir alle sind Zeugen! Schließlich waren ja Kinder
anwesend……
Erst jetzt wurde einem
bewusst, welch Masse an Darstellern bei diesem Fest mitwirkte. Ich ließ mir
später sagen dass es um die 800 Hundert waren!!! Wahnsinn….
Kaum wartet man eine
dreiviertel Stunde, schon setzt sich der Zug in Bewegung….wenn auch schleppend
und im Stopp and go verfahren. Wobei uns Park and Ride lieber gewesen
wäre……noch besser wäre natürlich Drive in gewesen, aber…..Schmarren
beiseite…..also, wo war ich?.....ach ja….also, wir bewegten uns, zirkelten
dabei geschickt an einer Masse von Pferdeäpfeln vorbei. Wovon wir auf dem
ganzen Umzug alle Konsistenzen kennenlernten, in denen ein Pferd sch….. kann.
Von großen, fest gepressten Äpfeln, über feucht glänzende, die leicht die Form
verlieren, über völlige Breiform, bis hin zu brauner Flüssigkeit (auch genannt:
Spritzwurf), war alles dabei. Ach ja, übergeben hat sich wohl auch das ein oder
andere, anders ist die weiße Masse zwischen den Äpfeln nicht zu erklären
gewesen…..
So, wie ging’s
weiter…ich glaub wir sind dann Essen gegangen…..nee…hihi….kleiner Spaß….
Auf alle Fälle liefen
wir, und liefen, und spielten, und liefen weiter, unterbrochen nur von der
Studie der Pferdeäpfel, während uns der Schweiß in Strömen herunterrann, die
Arme taub wurden und sich beim ein oder andern Blasen an den Händen bildeten.
Kurz gesagt: wir
dachten der Umzug in Plattling letztes Jahr wär ne Tortur gewesen, aber weit
gefehlt!!!
Dagegen war das ein
Spaziergang!! Letztendlich sind wir eindreiviertel Stunden spielend durch
Arnstorf gelaufen. Nur Dragana haben wir zwischendurch auf dem Weg durchs
Wohngebiet mal kurz am Straßenrand ausgesetzt, um sie am Rückweg wieder
abzuholen. Anders wär’s nicht gegangen…..die Arme…
Nach der
darauffolgenden Pause hauten wir noch mal richtig rein, und spielten noch
dreimal, jeweils über ne halbe Stunde. Gegen sieben machten wir dann Feierabend.
Zumal eh schon die Händler mit ihren Transporter durchführen um abzubauen.
Wir ließen den Tag in
heimischen Gefilden in einer Eisdiele ausklingen und zogen Bilanz:
Ein schönes Fest,
wunderschönes Ambiente, viel Geboten, vor allem Musikalisch ständig in
irgendeinem Eck was los. Der Veranstalter hatte nur lobende Worte für uns und
gab uns gleich die Zusage fürs nächste Fest in vier Jahren.
Ein letztes Foto möchte
ich euch nicht vorenthalten, die Weiterentwicklung von Ursus Bruche am ersten
Tag, lasst es auf euch wirken:

In diesem Sinne
Viele Grüße an:
- Lupus Vagabundus
- die Mundräuber
- Stefan und Uli
Ergebens
Eure Desideria