Markt zu Poing vom 25.05.06 bis 28.05.06


Die erste Zeile vom „Totentanz“ trifft es wohl am besten um den Markt mit einem Satz zu umschreiben:
„Versunken knöcheltief im Schlamm!“

Aber eines nach dem anderen. Zur Ankunft am Samstagvormittag brachten wir die Sonne mit. Der Empfang von befreundeten Gruppen war herzlich und wir wurden mit reichlich Speis und Trank versorgt (mmmh, Geburtstagskuchen!).

Wie gewohnt war der Ablauf des Marktes von den Veranstaltern gut durchorganisiert und sogar das einzige Manko vom letzten Jahr, das die ganzen Gruppen ca. eine Stunde vor der Arena warten mussten bis sie einmarschieren konnten, hatte sich stark verbessert.
Die durchschnittliche Wartezeit betrug 10 Minuten!

In einer dieser kurzen Zeitspannen machte unser Petrus eine revolutionäre Erfindung, aber dazu später.
Die Zeit genügte jedoch für eines der Streitrösser, das nervös vor uns umher tänzelte, uns einen Riesen Haufen vor die Nase zu setzen, in dessen direkter Riechweite wir nun standen…

Der Markt begann für uns ungewohnt stressfrei, da wir zwischen den Auftritten doch einige Zeit für uns hatten. Wir verbrachten diese Zeit mit Shopping und schlemmen.
Wie auch im Vorjahr war die Auswahl an Ständen wieder groß und vielfältig. Die Geldtaschen wurden mit der Zeit immer leichter…
Unser Fremont leistete sich sogar neue Glocken!!!

Jetzt warteten wir noch sehnsüchtig auf unsere zwei Nachzügler, Kassandra und Petrus, die direkt von der Arbeit aus nachkamen. Dann endlich, um kurz vor vier, kamen sie im Laufschritt und etwas abgehetzt an. Wie wir später am Abend merkten hatte Petrus in der Eile etwas Entscheidendes vergessen. Aber hierzu später…
Jetzt konnten wir unsere Instrumente fertig stimmen und machten uns auf den Weg zur Bühne. Just in diesem Moment als wir die erste Trommel abstellten fing es zu  regnen an, ein Zustand der sich nicht mehr ändern sollte.
Eiligen Schrittes brachten wir unsere Sachen zur großen Bühne zum unterstellen und warteten den heftigen Wolkenbruch ab.
Von dort wurden wir alsbald vertrieben, da die Bühne aufgrund der zu erwartenden Wetterbedingungen abgebaut werden musste.
Somit musste dann auch der Auftritt von Faun und Omnia abgesagt werden, den wir doch alle gern einmal gesehen hätten.
Wie würde es Petrus ausdrücken: Wir waren wieder die
J„Lokalmatadore“

Aufgrund des Regens wurde das Programm völlig umgeworfen, und das abendliche Konzert fand im Hexenkessel statt.
Um es mit einem Wort zu sagen: Gigantisch!!!
Eine Kulisse wie in einem alten Amphitheater, über uns der Sternenhimmel, beleuchtet von Feuerschein und sanftem roten Scheinwerferlicht und unter uns die Menschenmenge.
Ach ja, und direkt vor der Bühne eine riesige Wasserpfütze. Man sollte aufpassen wo man als Betrunkener tanzt….hihi.
Danach versuchten wir ohne auszurutschen und trockenen Fußes unsere Instrumente ins Auto zu bringen. Diese verflixten Schlammpfützen sind im Dunkeln verdammt gut getarnt….grrrr!
Wir ließen den Abend bei unseren Freunden dem Templerorden ausklingen. Wo wir wieder reichlich bewirtet wurden. Mehr hab ich nicht mitbekommen da ich wieder am Tisch einschlief, na ja, man wird alt. Ich hab mir aber sagen lassen das ein noch unbekannter Künstler kurzerhand ein Templerlied schrieb, welches wir nun vertonen werden.
Was man nicht alles verpasst…..
Aber zwischen uns dem wohlig warmen Bett in der Pension stand noch ein letztes Hindernis:
Die Schlammgrube, oder anders: Der Parkplatz!!!
So liefen wir im Zickzack in Richtung unserer Autos und versuchten dabei möglichst trocken und sauber zu bleiben. Beim Wagen angekommen wartete auf Kassandra und Ursus eine unwillkommene Überraschung: Petrus hatte am Nachmittag das rechte Seitenfenster offen gelassen, und da es ab da den restlichen Tag geregnet hatte, stand jetzt auf der Beifahrerseite das Wasser. Der Regen verfolgte uns doch wirklich überall hin!!
Alles fluchen half nichts, mit Hilfe von ganz viel Zewa wurde erstmal Schadenbegrenzung betrieben und die Heizung auf Maximum gestellt.
Jetzt konnten wir uns endlich auf den Weg machen. Unser Leithammel und Ursus schlugen sich ganz gut durch, aber Petrus hatte sich mitten drin festgefahren. Keine Chance auf Entkommen. Sämtliches vor und zurückfahren verschlimmerte die Lage nur noch. Da machte sich Fremont, unser Leithammel, unter vielen Iiiieeeehs und Pfuis auf den Weg durch den teils Wadenhohen Matsch zu Petrus. Er schaffte es schließlich, Gott sei dank!
Schnell noch Dragana und Petrus auf die anderen zwei Autos verteilt und dann ab Richtung Bett!

Abends in der Pension duschte noch jeder……seine Schuhe. Man glaubt nicht was von so einem Schuh Dreck runtergeht. Wir waren bemüht die Duschen wieder so zu verlassen wie wir sie vorgefunden hatten.….
Manche von uns föhnten die Schuhe dann auch noch mit ihrem Lockenstab, ich nenne keine Namen.

Der nächste Morgen begann gemütlich, da es sich draußen mittlerweile eingeregnet hatte. Beim Frühstück hatten wir ein interessantes Gespräch mit dem Gaukler Lupus.
Er erzählte, sagen wir, sehr appetitliche Geschichten aus seiner Punkerzeit. Gut das wir alle schon mit Essen fertig waren, das war wahrlich nichts für Weicheier…..

Gegen Mittag rafften wir uns dann doch auf und starteten mit frisch eingefetteten Schuhen zur Schlammschlacht Tag zwei.
Das Programm war ja nun völlig hinfällig und so ließen wir uns wie so oft von unserem Gefühl leiten. Altbewährt ist doch immer noch am besten.
Das einzige was blieb war der Umzug durch die Arena und den Markt.
Als wir uns so mal wieder am Treffpunkt die Beine in den Bauch standen und es langsam aber sicher mal wieder zu regnen anfing und jeder seine Gugel überzog, hatte eine völlig neue Kombination ihre Geburtsstunde: die „Turgel“! Sprich: die Gugel aufgesetzt und den Zipfel (der Gugel) Turbanmäßig um den Kopf gebunden.
Wir danken Petrus für diese gigantische Erfindung. Alle Rechte vorbehalten.
Während uns Petrus noch mit seiner Erfindung erheiterte, baggerten daneben die Radlader große Löcher in den Boden um den Platz wenigstens einigermaßen trocken zu legen.
Und siehe da: da tauchte doch tatsächlich ein kleines Spitzzelt wieder aus den Fluten auf.
In dem Moment wollt ich nicht der Besitzer dieses Zeltes sein…
Auf Kommando ging’s dann schließlich los, elegant an den Pferdeäpfeln vorbeigezirkelt ohne dabei in allzu tiefe Pfützen zu steigen und rein in die Arena. Hier stand das Wasser zwar nicht ganz so hoch, dafür war der Matsch aber um zu zäher. Und ein mancher von uns hatte ziemlich zu tun damit die Schuhe nicht im Morast zurückblieben…

Wir taten unser bestes und mussten feststellen, trotz allem, die Münchner sind wirklich hart im Nehmen. Jeder andere Markt währe leergefegt gewesen, aber hier war jeder mit Gummistiefel, Regenjacke und Hose ausgestattet und dem Wetter getrotzt. Respekt!!!

Wir spielten was wir konnten bis zum offiziellen Ende und machten uns dann auf die Socken.
Schließlich folgte noch die letzte Zitterpartie des Wochenendes: ob wir wieder heil aus diesem Schlammloch namens Parkplatz rauskommen würden.
Mit viel Schwung und fahrerischem Können schafften es alle drei CIT-Autos bis zur Ausfahrt.
Das erste schafft  es raus……. das zweite……………….. und Petrus das dritte…..bleibt hängen!....Sch….. Auf den letzen zwei Metern!
Aber jemand meinte es gut mit uns, noch mal Schwung geholt und dann geradeso rausgerutscht.

Und so traten wir mit bis oben verdreckten Klamotten und Autos die Heimfahrt an.


Und damit grüßen und danken wir mit einem kräftigen
SERVUS!!!
 
Michael Knaller mit Security
Dem freien Templerorden
Germanitas Ferri
Lechfeldrecken
Der Hollerblüterrey
Alle bei denen wir uns sonst noch durchgefressen haben


Bis hoffentlich nächstes Jahr bei besserem Wetter!


Eure Desideria