Schlossfest zu Neufahrn
Vom 28.07.06 bis 30.07.06
Einigermaßen
erholt, so gut es halt nach zwei Wochenenden Tour und einer arbeitsreichen
Woche geht, reisten wir wieder einmal zum alljährlichen Schlossfest nach
Neufahrn.
Wir trudelten nach einander ein und nahmen unsere Zimmer in Augenschein. Dieses
Jahr, Gott sei Dank, mit Blick zum Innenhof und nicht zu den Lagerfeuern (das
hieß wir konnten lüften).
Ich zog mich schnell um, bis ich plötzlich, wie ich meinte, Fremont am Gang
draußen meinen Namen schreien hörte. Ich also, nur halb fertig, die Tür
aufgerissen und stand einem ziemlich verdutzt dreinblickenden Fluso (der Gaukler) gegenüber. Der meinte, er habe seine Tochter
gerufen, die aber auch nicht Karin hieß (anderstelleverlegengrins).
Na das fing ja gut an.
Das Gelände war wie immer liebevoll hergerichtet und auch hier wieder ein
bisschen größer wie im Vorjahr. So inspizierten wir die große Auswahl an
Ständen und ein paar von uns kleideten sich neu ein.
Dann war’s mal wieder Zeit zum Spielen und wir legten auf der neuen Dorfbühne
los. Dieses Jahr völlig Angstfrei, da die Bühne groß genug und die Bretter fest
angeschraubt waren.
Als wir so mitten unterm Spielen waren und unsere Blicke durchs Publikum
streifen ließen, wer kam denn da daher? Unser Roadie aus Weißenstein: da Stefan
aus Regensburg.
Schick neu eingekleidet, mit nagelneuen Stiefeln und allem Wir haben uns riesig gefreut (natürlich nicht
nur weil wirJwas
dazu gehört. jetzt wieder einen Träger
hatten, hähä)
Unsere Freundin von der Hollerblüterey war auch
wieder an angestammten Platz und wir genehmigten uns erstmal ein Gläschen und
tauschten Neuigkeiten aus.
Wie auch im Vorjahr fand auch diesmal wieder ein Turnier statt. Und wie auch
bei den anderen Festen (außer Poing) hatte die Aufstellung zum Einmarsch und der Einzug selbst
einen Hauch von Chaos. Erstmal wurde uns ein Trommler abgezwackt. Da dem Friedl
von den Shalimo ein Trommler abging. Unser Ursus musste dran glauben.
Der Rundgang durch die Arena funktionierte dann nicht wirklich: im hinteren
Teil bildete sich ein Knäuel wo alle stehen blieben, anstatt gleich wieder rauszumaschieren. Aber wie gesagt, bei der Masse an
Darstellern, wovon sich die meisten bei der Aufstellung das erste Mal sehen,
ist das ein Missgeschick, das öfters vorkommt.
Die Zeit während des Turniers nutzten wir für ein kleines Spontankonzert mit
dem uns altbekannten Dudelsackspieler (der mit dem Fuchsfell), von dem wir den
Namen immer noch nicht wissen: Große Entschuldigung! >undganzliebanschau<
So verbrachten wir den Rest des Tages mit Essen, Trinken und Gespiele.
Abends hatte wieder die Hexe Roxanna ihren großen
Auftritt.
Die meisten werden sie wohl kennen, für die anderen: während des Tages läuft
sie übelst verunstaltet als Hexe über den Markt und
macht zwischendurch Shows für die kleinen Besucher. Zu späterer Stunde wirft
sie das Hexenoutfit ab und macht eine grandiose Feuershow mit Seilen, Poys, ihrer Albino-Tigerpython und allerlei Tanzeinlagen.
Immer wieder ein Erlebnis.
Das Wetter war uns dieses Jahr leider nicht so gesonnen. Immer wieder kamen
kleinere Regenschauer oder Nieselregen. Aber uns störte das nicht, wir sind ja
schließlich Weißenstein (dieses Jahr auch Poing)
geeicht.
So ließen wir den Abend ausklingen bei dem ein oder anderen Bierchen und Apfelschörlchen.
Für weitere Fragen zu dem Tag oder Abend bitte an meine Kollegen wenden, da ich
die ein oder andere Wissenslücke habe. Am Markt war nämlich auch ein Beduinenzelt
anwesend mit leckeren Pina Coladas, netten Beduinen
(auch wenn ich Zwangsverheiratet wurde) und es wurde der ein oder andere Sketch
gespielt oder Betrunkene dekoriert.
So fehlen mir einige Stunden zwischen den Auftritten. Für diese Zeiten übernehme
ich keinerlei Gewähr!!!
Der nächste Morgen begann und wir starteten den Tag wieder damit, dass wir die
restlichen Gäste im Frühstücksraum unterhielten (vielleicht auch beim
Frühstücken störten, aber das ist nicht bewiesen, gesagt hat keiner was…). Wir
haben halt bei allem unsren Spaß…hihi
Nachdem wir uns in unsre Mittelalterklamotten
geworfen hatten, ließen wirs ruhig angehen und
genehmigten uns erstmal ein Sektfrühstück bei der Hollerblüterey.
Die Sonne schien und es versprach ein sonniger und trockener Tag zu werden.
Hier sahen wir zum ersten Mal seit vier Jahren die tschechische Band Arcus
wieder.
Hätten sie ihren Namen nicht gesagt, wir hätten sie wohl nicht wieder erkannt.
Damals spielten sie viele Marienlieder, auch flotte Sachen, teilweise etwas
irisch angehaucht und sehr kunstvoll. Heute stand eine Mischung aus Furunculus und Lordi auf der
Bühne. Die Überraschung war groß, aber auch in dieser Version gut.
Auch für uns wurds wieder Zeit und so spielten wir
wieder auf der Dorfbühne, unter anderem auch „Männer mit Bärten“, wo wir
Gesangstechnisch kräftige Unterstützung vom angrenzenden Lagerleben bekamen. Zu
mehr waren jene wohl zu dieser Zeit noch nicht fähig, so fertig wie sie auf
ihren Strohbetten lagen.
Kaum fertig war’s auch schon wieder Zeit zum Turnier. Und diesmal klappte es
auch mit Ein- und Auszug. Wir mussten nur wieder einen Trommler abgeben,
diesmal erwischte es Petrus.
Den Rückweg traten wir traditionell im Zwergenmarsch
an, und da der Hintereingang zum Markt verschlossen war (der Torwächter hatte
sich verdrückt), marschierten wir so durch den Haupteingang durch den
kompletten Markt mit einem flotten Lied auf den Lippen: „Hey Zwerge, hey
Zwerge, hey Zwerge, ho….!!!“
Ist der Ruf erst
ruiniert, lebt es sich recht ungeniert!
Zum Schluss des Festes, als wir schon alles verpackt hatten, erlebten wir noch
ein absolutes Highlight: Lupus Vagabundus hatte ihren
Auftritt. Sensationell!!!
Beschreibungen hierzu sind sinnlos, ich sag einfach nur: Anschaun!!!
Zusammengefasst: dieses Jahr war’s besonders schön. Was bestimmt mit an der
großen Auswahl an Ständen lag und den vielen verschiedenen Musikgruppen. Es war
einfach rundum viel geboten.
Bis nächstes Jahr!!!
Circulus grüßt mit einem lauten SERVUS:
-Fuchs Sepp
-Friedl
-Die Hollerblüterey
-Lupus Vagabundus
-Fluso
-Das Beduinenzelt
-Scarazula
Habedere
Eure Desideria