Weißenstein
Juni 2007
Auch dieses Jahr rief wieder die
Burgruine zu Weißenstein, mit unseren langjährigen, treuen Begleitern: die
Burgfreunde zu Weissenstein.
Wir starteten zunächst in reduzierter Besetzung
in Richtung Bayerischer Wald, da Ursus noch auf einer Beerdigung im Sachsenland
war und seine Holde Kassandra noch unter dem Joch der Unterdrückung am arbeiten
war.
Wir waren zwar trotzdem zu sechst, aber
der sechste, bzw. in Zukunft achte, konnte ja noch nicht wirklich mitspielen,
deshalb waren wir ja eigentlich nur zu fünft aufm Weg, aber es waren doch sechs
Leute dabei. Ok…einfach gesagt: Wir starteten mit fünf Leuten und der
zukünftige CIT´ler befand sich noch in Draganas Bauch!
Das Fest fand wie gehabt an gewohnter
Stelle vor der Burg statt. Dieser Umstand war in diesem Jahr nicht ganz
selbstverständlich, da die Burgfreunde im Vorfeld ziemlich „Steine in den Weg“
gelegt bekommen haben. Neider gibt’s halt auch in einem Städtchen wie Regen…
Wir loteten erstmal die Lage aus,
begrüßten Sepp und machten uns dann an den Zeltaufbau. Unseren netten Nachbarn
vom letzten Jahr, Magicus Incendium, waren auch wieder vor Ort. Der Aufbau
verlief zügig und diesmal ohne Verletzte. Nur unterbrochen von Begrüßungsrufen
mit Gruppenkuscheln durch die anderen Mitwirkenden.
Als nächstes Stand die Erstürmung der
Pension auf dem Programm. Die wurde jedoch jäh gestoppt, als wir beim ankommen
feststellten, das unsere Zimmer noch von „Voluptatis Causa“ besetzt waren. Wir
feuerten sie beim Koffer packen ein wenig an und so konnten wir dann auch
sobald die Zimmer in Beschlag nehmen.
Schnell umgezogen und wieder runter zum
Auto.
Die Rückfahrt zum Fest verzögerte sich
dann allerdings noch etwas, da alle fertig waren, außer unserem Fremont.
Nachdem wir dann irgendwann mal nachgeschaut haben, was er solange treibt(die
Spekulationen hatten zu diesem Zeitpunkt schon schwindelerregende Höhen
erreicht), stellten wir fest, das er sich noch mal hingelegt hatte!!! Da können
wir natürlich lange warten…
Als er dann doch irgendwann runter kam
und wir uns alle ins Auto pflanzten und losfuhren, entstand folgendes Foto, auf
dem ersichtlich ist, dass er noch nicht ganz wach war…

Um ihn dann richtig wach zu machen,
ließen wir ihn zuerst die Bühne auf Hochglanz bringen. Damit uns das auch jeder
glaubt, nachfolgend das Beweisfoto:

Wie auf diesem Bild ebenfalls zu
erkennen ist, ist das tatsächlich die Sonne schien zu diesem Zeitpunkt. Für
Weissenstein ein Erlebnis mit Seltenheitswert.
Nach der Bühnensäuberung und einem
kleinen Rundgang über den Markt, blieb uns noch etwas Zeit bis zum ersten
Auftritt. Wir nutzen die Zeit für einen kleinen Plausch und unser Fremont, dem
die Bühnensäuberung wohl zu anstrengend war, legte sich noch mal eine Runde
aufs Ohr.
Und da wir eine Gruppe sind wo das
Sprichwort zutrifft: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde“, existiert
natürlich auch davon ein Beweisfoto:

Das Feldbett ist übrigens original von
anno 1702, ähm…ja.
Während er also selig am schlummern war.
wen erblickten da unsere müden Augen am Horizont???
Unseren lieben, unseren treuen, unseren
allerbesten Sklaven: Stefan!!!!!
Damit war der Tag gerettet und jeglicher
etwaiger Muskelkater im Keim erstickt. Bei uns zumindest…
So, aber jetzt ging’s endlich zum ersten
Mal spielen. Fremont vom Feldbett aufgesprengt, Stefan bis über die Ohren
beladen, rauf zur Bühne und für die ersten Besucher gespielt. Schon bei diesem
ersten Auftritt verdichteten sich allerdings die Zeichen, das an diesem Tag
nicht alles friedlich und ohne Probleme ablaufen würde.
Das zeigte sich dann beim nächsten
Auftritt.
Kassandra und Ursus würden frühesten
gegen 18:00 Uhr auftauchen und somit standen wir mit nur einem Trommler da. Der
hatte sich just diesen Tag ausgesucht um völlig von der Rolle zu fallen. Das
ging soweit, dass er mitten unter dem Auftritt die Trommel hinschmiss und von
der Bühne ging.
Jetzt waren die Differenzen des heutigen
Tages bei uns auch nicht mehr vorm Publikum und den Veranstaltern zu verbergen.
Die anschließende, lautstarke Diskussion
im Zelt tat ihr übriges. Mehr gibt es über diesen schwarzen Samstag nicht mehr
zu erzählen. Mit den Nerven am Boden zogen wir die weiteren Auftritte so gut
wie irgend möglich durch und dann kamen endlich die zwei Lichtblicke des Tages,
denen wir alle mehr als erleichtert in die Arme fielen: Kassandra und Ursus!
Genau pünktlich zu unserem 18:00 Uhr
Auftritt und jetzt konnten wir wieder zu Höchstleistungen auflaufen!
Die Nerven waren zwar immer noch
ziemlich angekratzt, aber die Stimmung hob sich wieder und wir begaben uns zum
Abendessen.
Manch einer fragte sich hier, was zum
Henker er sich da zum essen geholt hatte…

So ließen wir den Tag in der Burgschenke
ausklingen, bei ein oder mehreren Gläschen Met und sangen noch zusammen mit
anderen Mitwirkenden ein paar Liedelein in die Nacht hinein.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass
ich mal wieder nicht alles mitbekommen habe, da ich mich, auf meinen Mantel
gebettet, vorzeitig auf der Bank zur Ruhe legte.
Der nächste Morgen begann wie immer in
der Pension „Diana“ mit einem reichhaltigen Frühstück und Lektüre der
Bildzeitung. An diesem Sonntag besonders interessant, da ein kleiner Bericht
mit Foto vom Mittelalterfest zu Poing drin war. (Wo wir dieses Jahr leider
nicht dabei sein konnten, wie auch ein Großteil des freien Templerordens, weil
es sich mit Weißenstein überschnitten hatte.)
Auf alle Fälle hatte sich ein Ritter
beim Schaukampf aus Versehen eine Lanze durch den Unterarm gerammt. Und dieses
Bild (mit einem lachenden Ritter!!) war natürlich ein gefundenes Fressen für
die Bild. Unnötig zu erwähnen, das sich Michael Knaller keine bessere Werbung
hätte wünschen können. An diesem Sonntag brach er wahrscheinlich alle
Besucherrekorde! An dieser Stelle einen lieben Gruß an ihn und seine Truppe und
hoffentlich seh ma uns nächstes Jahr wieder!
Auf alle Fälle ging’s dann wieder ans
Koffer packen und wir versammelten uns alle mit Sack und Pack vor der Pension.
Mit Auto einladen war allerdings noch nichts, da noch einer fehlte. Muss ich
erwähnen wer? Na gut, da Fremont mal wieder und dreimal darf man raten warum
wir so lange auf ihn warten mussten. Nachdem er nach einer halben Stunde immer
noch nicht aufgetaucht war, gingen einer von uns mal nachkucken, und welch
Überraschung: er hatte sich noch mal hingelegt!!! Jeden weiteren Kommentar
spare ich mir an dieser Stelle und lasse die Situation auf den Leser wortlos
wirken…
Irgendwann hatte er sich dann doch
erhoben, wir verabschiedeten uns von der Wirtin und Wirt, machten noch ein
Foto, als Wegweiser für andere Musiker und machten uns auf zum letzten Tag
Weissenstein.
Foto einfügen
Der erste Rundgang auf dem noch etwas
verschlafen Markt, förderte manch pikantes Detail zu Tage, was einen ahnen ließ,
was in der vorherigen Nacht, im Schutze der Dunkelheit so alles getrieben
wurde…

Wir spielten den ersten Gig des Tages
und das nächste erheiternde Ereignis lieferte uns dann wieder Fremont, seit
diesem Jahr übrigens auf Freihersfüßen. Als nämlich ein Teil von uns gemütlich
auf der Bühne rumsaß und auf den nächsten Auftritt wartete, während die anderen
auf Shoppingtour waren, wurden wir Zeuge, wie Fremont mit einer uns hier noch
unbekannten Dame anbandelte. Es existieren hiervon natürlich auch Beweisfotos,
die jedoch aus Persönlichkeitsrechtlichen Gründen der Dame auf ewig in einem
Bankschließfach in der Schweiz verschwinden werden…Die Gute warf ihn an diesem
Tag völlig aus der Bahn…
Deshalb nur ein völlig unbedenkliches
Foto von drei wartenden Grazien und einem Nachwuchscit´ler an dieser Stelle:

So verlief der Tag ansonsten ruhig,
unterbrochen nur von einem heftigen Regenguss, der aber die zahlreichen
Besucher nicht störte. Um den unter dem Zelt dicht gedrängten Touris die
Wartezeit zu verkürzen, bis der Regen aufhört, schmissen wir drei Auftritte zu
einem zusammen und spielten bis uns die Finger abfielen. Der Regengott hatte
dann aber doch ein Einsehen und ließ die Sonne wieder raus.
Da das restliche Programm ja
buchstäblich ins Wasser gefallen war und jetzt nachgeholt wurde, hatten wir
eine extra lange Pause zur Erholung.
Irgendwann folgte dann unser letzter
Auftritt für dieses Wochenende und das einzig erwähnenswerte ist hierbei noch,
das es richtig niedlich war Fremont und seiner neuen Bekanntschaft beim Flirten
zuzusehen. Wir haben uns köstlich amüsiert. Obs er so lustig fand…ich glaub
nicht…aber wie gesagt: “Wer solche Freunde hat, …“.
Schließlich ging’s ans zusammenpacken
und Zelt abbauen, Fremont verdünnisierte sich (wir unterstellen ihm hier gar
nicht das er sich drücken wollte) um mit Sepp die Verwaltungstechnischen Sachen
zu erledigen und kam verdächtig lange nicht mehr zurück…
Als wir dann so gut wie fertig waren,
tauchte er doch wieder auf, allerdings völlig konfus, orientierungslos, zu nix
mehr zu gebrauchen und mit einem seligen Grinsen im Gesicht. Auf meine als
Scherz gemeinte Frage ob das mit besagter Dame zu tun habe, bekam ich nur ein
noch breiteres Grinsen als Antwort. Meine Fragen gingen dann ins Detail, um
Licht ins Dunkel zu bringen, das sei hier aber nicht weiter erwähnt, ihr wisst
schon…Persönlichkeitsrechtliche Gründe…hüstel.
Als Abschluss ließen wir uns noch mit Sepp, Jörg und ein paar anderen noch zu
einem Bierchen nieder und ließen das Wochenende Revue passieren. Die
Gelegenheit nutze Ursus zu einem Abstecher, zu dem jetzt nicht mehr von Kindern
belagerte Holzpferd…typisch Ursus…ich lasse Bilder sprechen:

Somit ging auch Weissenstein 2007 zu
Ende, ein Fest was dieses Jahr nicht immer lustig war, sondern auch manch
traurigen Aspekt hatte und zum Nachdenken aufforderte.
Das Abschlußessen fand im Heimatlichen
McDonalds in Landau statt. Diesmal weit ruhiger wie sonst.
In diesem Sinne
Viele liebe Grüße an:
- die Burgfreunde zu Weissenstein
- der freie Templerorden
- Stefan
- Magicus Incendium
- Frederik Finn
- Pension „Diana“
Alles Liebe
Ergebens
Eure Desideria