|
|
|
|
|
 |
 |
|
Circulus
in Taberna
|
|
|
 |
 |
|
Liedertafel
|
 |
 |
|
- 1. Allerst lebe ich mir werde, sit min sündic ouge siht
- das reine lant und ouch die erde, den man so vil eren giht
- mirst geschehen des ich ie bat, ich bin komen an die stat, da got mennischlichen trat.
- 2. Schoeniu lant rich unde here, swaz ich der noch han gesehn
- so bist duz ir aller ere, waz ist wunders hie geschehen !
- daz ein magt ein kint gebar, herre übr aller engel schar, was daz niht ein wunder gar ?
- 3. Hie liez er sich reine toufen, daz der mensche reine si ;
- do liez er sich herre verkoufen, daz wir eigen wurden fri.
- Anders waeren wir verlorn ; wol dir, sper, kriuz unde dorn ! We dir heiden, deist dir zorn !
- 4. Hinnen four der sun zer helle, von dem grabe, da er inne lac,
- des was ie der vater geselle, und der geist, den niemen mac
- sunder scheinen : est al ein, sieht und ebener danne ein zein, als er Abrahame erschein.
- 5. In diz lant hat er gesprochen, einen angeslichen tac,
- da diu witwe wirt gerochen, und der weise klagen mac
- und der arme den gewalt, der da wirt an ime gestalt, wol im dort, der hie vergalt !
- 6. Kristen, juden unde heiden, jehent daz diz ir erbe si.
- Got sol uns ze rehte bescheiden, durch die sine namen dri.
- Al diu welt diu stritet her : wir sin an der rehten ger, reht ist daz er uns gewer.
- Walter von der Vogelweide, 1170-1230
|
 |
 |
|
2. Under der Linden
|
 |
 |
|
- 1. Under der Linden an der Heide, da unser zweier Bette was,
- da muget ihr finden schone beide, gebrochen Blumen unde Gras.
- Vor dem Wald in einem Tal ==Tandaradei==schone sang die Nachtigall.
- 2. Ich kam gegangen zu der Aue, da was min Friedel kommen eh.
- Da ward ich empfangen hehre Fraue, das ich bin selig immer me.
- Er kußte mich wohl tusend Stund ! ==Tandaradei==seht, wie rot mir ist der Mund.
- 3. Da hat er gemachet also riche von Blumen eine Bettestatt.
- Des wird noch gelachet innigliche, kummt jeman an das selbe Pfad.
- Bi den Rosen er wohl mag,==Tandaradei==merken, wa mirs Haubet lag.
- 4. Das er bi mir läge, wes es jemen, nun welle Gott so schamt ich mich.
- Wes er mit mir Pflege niemer niemen, befinde das wann er und ich,
- und ein kleines Vogellin,==Tandaradei==das mag wohl getrüwe sin.
- Walter von der Vogelweide, 1170-1230
|
 |
 |
|
3. Ich was ein Chint so wolgetan
|
|
|
 |
 |
|
- 1. Ich was ein chint so wolgetan - virgo dum florebam
- do brist mich diu werlt al - omnibus placebam
- Ref.:
- Hoy et oe ! Maledicantur thylie iuxta viam posite.
- 2. Ia wolde ich an die wissen gan - flores adunare
- do wolde mich ein ungetan - ibi deflorare.
- 3. Er nahm mich bi der wizen hant - sed non indecenter
- er wist mich diu wise lanch - valde fraudulenter.
- 4. Er graif mir an daz wize gewant - valde indecenter
- er fourte mich bi der hant - multum violenter.
- 5. Er sprach frowe ge wir baz - nemus est remotun
- dirre wech der habe haz - planxi et hoc totum.
- 6. Iz stat ein linde wolgetan - non procul a via
- da hab ich mine herphe lan - timpanum cum lyra.
- 7. Do er zu der Linde chom - dixid sedeamus
- diu minne twanch sere den man - ludum faciamus.
- 8. Er graif mir an den wizen lip - non absque timore
- er sprach ich mache dich ein wip - dulcis et cum ore.
- 9. Er warf mir uof das hemdelin - corpore detecta
- er rante mir in das purgelin - cuspide erecta.
- 10.Er nam den chocher und den bogen - bene venabatur
- der selbe hete mich betrogen - ludus compleatur.
- Carmina Burana, 12./13.Jh.
|
|
 |
 |
|
4. Sic mea fata
|
 |
 |
|
- 1. Sic mea fata canendo solor, ut nece proxima facit olor.
- Blandus heret meo corde dolor, roseus effugit ore color.
- Cura crescente, labore vigente, vigore labente miser morior;
- Tam male pectora multat amor
- a morior, a morior, a morior, dum quod amem cogor et non amor.
- 2. Felicitate jovem supero, si me dignetur, quam desidero
- si sua labra semel novero, una cum illa si dormiero
- mortem subire, placenter abire, vitamque finire, statim potero,
- tanta si gaudia non rupero,
- a potero, a potero, a potero, prima si gaudia concepero.
- 3. Ubera cum animadverterem, optavi, manus ut involverem,
- simplicibus mammis ut alluderem, sic cogitando traxi venerem.
- Sedit in ore, rosa cum pudore, pulsatus amore, quod os lamberem,
- hei lamberem, hei lamberem, hei lamberem, luxuriando per characterem.
- Carmina Burana, 12./13. Jh.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
5. Tempus est iucundum
|
|
|
|
- 1. Sile philomena pro tempore ! surge, cantilena, de pectore !
- Ref: Oh-oh, totus floreo iam amore virginali totus ardeo
iam amore virginali totus ardeo II: novus,novus amor est,quo pereo :II
- 2. Tempus est iucundum, o virgines modo congaudete vos iuvenes !
- 3. Mea me confortat promissio mea me deportat negatio
- 4. Tempore brumali vir patiens , animo vernali lasciviens
- 5. Mea mecum ludit virginitas mea me detrudit simplicitas
- 6. Veni,domicella,cum gaudio ,veni,veni,pulchra,iam pereo
- Carmina Burana, 12./13. Jh.
|
|
 |
 |
|
6. Meienzit
|
 |
 |
|
- 1. Meienzit ane nit vröuden git wider strit, sin widerkomen kan uns allen helfen.
- Uf dem plan ane wan siht man stan wolgetan, liehtiu brüniu blüemel bi den gelfen.
- Durch daz gras sint si schon uf gedrungen
- und der walt manecvalt ungezalt ist erschalt, daz er wart mit dem nie baz gesungen.
- 2. Ich son niet nach ihr sieht hätt ich Fried des ich biet, ob mir jemand komm daran zu trosten.
- Ich bin verzeiht meine Leid unvereit sind so breit, ich nehm doch wer mich davon erloste.
- Liebesblicken kann ich schicken wilde
- es ist mein Klag alle Tag und Gedag als ein Zag, Liebesblick lass mich bei Blickes Bilde.
- 3. Große Not mir entbot der mir droht auf den Tod ; das ist Hildebolt von Berenreute.
- Irenfried und der Schmied werden Glied an eim Wied, daß sie mit Gemache lan die Leute!
- Berwin den mag niemand überhauzen.
- Amelot, Berenbolt han vergolt daß man sollt über mich gegeben hat zu Praußen.
- 4. Ich kam dar one var und gewahr zu ihr Schar; ich sah was die Gatelinge täten.
- Irenger und ihr mer gingen zwer hin und her mit ihr Kapelklingen, sam sie maeten.
- Do sprach ich: Nu wollt ich eines wetten, daß ihr gedroht
- und ihr geschnod würde blod wie ihr freud niemand kund mit heres Kraft entfetten.
- 5. Hildemar mit dem Haar, der kam dar. Ich nahm war wie er mit der Schonen wollte
- schimpfen.
- Hoch er sprang an ihr dank uff ein bank, die wars krank. Das sollt sie ihm preisen für
- ihr glimpfen, das ihr beder Lieb sich muste schutten.
- Mir was ant, do ich empfand daß ihr Gewand sich entband und ihr kluges schapel
- must entrutten.
- 6. Ich klag euch her, diese mär. Seht ihr her, wartet wer! Wie sollt sie zu diesem Ding
- gebaren ?
- Ihr nehmt sie gaum one Saum an eim Zaum in eim Baum. Um den Schaden da sollt er
- bejaren. Wollte er unter schönen Kinden walgen.
- Hin und her, als ein zwer, als auch er hät die Ger, besser wär, er hing an einem Galgen.
- 7. Ich was vert nach gewert, dass ein Schwert ihm verehrt` ein halbes Knie seiner zehn
- Genossen:
- Enzeman lief ihn an; kaum entran er vondan. Er het nimmer mehr kein Meidt gestoßen.
- Würd ich noch zu Reuental gerochen,
- ich hät Heil, Freuden teil, und wär geil, ob ein Seil ihm hät alle Viere abgebrochen.
- Neidhart von Reuental, 1190 - 1245
|
 |
 |
|
8. Stella splendens
|
|
|
 |
 |
|
- 11.Concurunt universi - gaudentes populi,
Divites et egeni - grandes et parvuli. Ref.: Stella splendens in monte ut solis radium. Miraculis serrato exaudi populum.
- 2. Ipsum ingrediuntur - ut cernunt oculi.
Et inde revertuntur - gratiis repleti. Ref.:
- 3. Principes et magnates - ex stirpe regia,
Saeculi potestates - optenta venia. Ref.:
- 4. Peccaminum proclamant - tundentes pectora.
Poplite flexo clamant - hic : Ave Maria. Ref.:
- Llibre Vermell de Montserrat 14. Jh.
|
|
 |
 |
|
9. Los set goits
|
 |
 |
|
- 1. Los set goits recomptarem et devotament xantant
Hunilment saludarem la dolca verge Maria II: Ave Maria gracia plena dominus tecum Virgo serena :II Ref.: II: Ave Maria gracia plena dominus tecum Virgo serena :II 2. Verge vos anans del part pura e sens falliment en lo part e pres lo part sene negun corrumpiment II: Lo fill de Deus verge pia de vos nasque verament :II Ref.: 3. Verge, stant dolorosa per la mort del fill molt car romanques tota ioyosa can lo vis resuscitar II: a vos mare piadosa primer se volch demostrar :II Ref.: Llibre Vermell de Montserrat 14. Jh.
|
|
|
 |
 |
|
10. All voll
|
 |
 |
|
1. Bist du voll so lege dich nieder, steh früh auf und völle dich wieder, das ganze Jahr, den Abend und den Morgen. Wein und Bier aus Glas und Krug, sauffe aus in einem Zug, das ganze Jahr den Abend und den Morgen. Ref.: All voll, all voll, all voll all voll all voll, all voll.
2. Riechst du aus dem Maul nicht nach Rosen, willst aber dennoch ein Mägdlein liebkosen, das ganze Jahr den Abend und den Morgen. Schläfst des Nachts du dann in der Gosse, Schmutz und Unrat dein Schlafgenosse, das ganze Jahr den Abend und den Morgen. Ref.: 3. Wein und Bier aus einem Fass, sauffe aus ohne Unterlass, das ganze Jahr, den Abend und den Morgen. Bist du voll so lege dich nieder, steh früh auf und völle dich wieder, das ganze Jahr den Abend und den Morgen. Ref.: Glogauer Liederbuch 14. Jh.
|
 |
 |
|
1. Ich kam für einr Frau Wirtin Haus, man fragt mich, wer ich wäre: Ich bin ein armer Schwartenhals II: ich ess und trink so gerne :II 2. Man führt mich in die Stuben ein, da bot man mir zu trinken, mein Augen ließ ich umher gahn II: den Becher ließ ich sinken :II 3. Man setzt mich oben an den Tisch, als ich ein Kaufherr wäre, und do es an ein Zahlen ging II: mein Säckel stund mir leere :II 4. Do ich des Nachts wollt schlafen gahn, man wies mich in die Scheuren do ward mir armen Schwartenhals II: mein Lachen viel zu teure :II 5. Und do ich in die Scheuren kam, do hub ich an zu nisten, do stochen mich die Hagedorn II: darzu die rauhen Disteln :II 6. Do ich zu morgens früh aufstund, der Reif lag auf dem Dache, do musst ich armer Schwartenhals II: meins Unglücks selber lachen :II 7. Ich nahm mein Schwert wohl in die Hand und gürt`t es an die Seiten ich Armer musst zu Füßen gahn II: das macht; ich hätt nicht zu reiten :II 8. Ich hub mich auf und ging davon und macht mich auf die Straßen, mir kam eins reicher Kaufmanns Sohn II: sein Täsch mußt er mir lassen :II Traditionell 16. Jh.
|
 |
 |
|
16. Totentanz-Pestlied
|
|
|
 |
 |
|
1. Versunken knöcheltief im Schlamm, den Kotgeruch in der Nas` wo Dreckgestank am ärgsten war, die Pest auch immer gewann. Nicht Geisselung noch innig Gebet half ihnen aus dem Dreck. Bettler, Knecht und Pfaff``und Fürst lagen im Sterbebett. Ref.: II: Dei di dei dum - die Pest geht um, der Knochenmann lädt zum Tanze :II 2. Faltig Gesicht und graues Haar wurden zur Seltenheit war`n stolz auf jeden Augenblick den sie noch länger war`n. Saufen und Huren die ganze Nacht bis der Festzug begann. Ein Leichnam ward zum Knoch`geripp`, ein Spielmann ein Totenlied sang. Ref.: 3. II: ER sang vom lieben Augustin, vom großen Leichennest, er sang und sang: alles ist hin, jetzt haben wir die Pest. :II Ref.: Traditionell anonym
|
|
 |
 |
|
17. Die Rabenballade
|
 |
 |
|
- 1. Als ich einst ging im Morgengrauen kam ich an einem alten Baum.
Drei schwarze Raben sassen da II: So Leute hört, was da geschah :II
- 2. Auf einem Baum drei Raben stolz- Oh weh oh weh oh Leid oh weh
Auf einem Baum drei Raben stolz II: Sie warn so schwarz wie Ebenholz :II
- 3. Der eine sprach: Gefährte mein- Wo soll die nächste Mahlzeit sein ?
In jenem Grund auf grünem Feld II: Ruht unter seinem Schild ein Held :II
- 4. Sein Hunde liegen auch nicht fern- Sie halten Wacht bei ihrem Herrn
Sein Falken kreisen auf dem Plan II: Kein Vogel wagt es ihm zu nahn :II
- 5. Da kommt zu ihm ein zartes Reh- ach das ich meinen Liebsten seh
Sie hebt sein Haupt von Blut so rot II: Der Liebste den sie küsst war tot :II
- 6. Sie gräbt sein Grab beim Morgenrot- Am Abend war sie selber tot
Ach großer Gott uns allen gib II: Solch Falken solche Hund solch Lieb :II
Musik, trad. aus Schottland Text, England T.Ravenscroft 1611
|
 |
 |
|
19. Der Herr von Falkenberg
|
 |
 |
|
1. Es reit der Herr von Falkenberg wohl über ein breite Heide. Was sah er an dem Wege stehn? II: Ein Mädchen im weissen Kleide :II 2. Sie sprach: Seid ihr vom Falkenberg der selbe edle Herre? So gebt mir den Gefangenen, II: den ich will haben zur Ehe :II 3. Er sprach: Den Gefangenen geb ich nicht, im Turm muß er verfaulen. Zu Falkenberg steht ein tiefer Turm II: wohl zwischen zwei hohen Mauern :II 4. Steht am Falkenberg ein tiefer Turm, wohl zwischen zwei hohen Mauern, so will sie an der Mauer stehn II: und will ihm helfen trauern :II 5. Dürft scharfe Messer tragen ich, wie unseres Herrn sein Knechte, so tät ich mit dem edlen Herrn II: um meinen Liebsten fechten :II 6. Mit einer Jungfrau fecht ich nit, das wär mir immer Schande. Den Gefangenen den geb ich frei III: zieh mit ihm aus dem Lande :III Traditionell anonym
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
20. Was wollen wir trinken
|
|
|
|
1. II:Was wollen wir trinken sieben Tage lang? Was wollen wir trinken, so ein Durst. :II II: Es wird genug für alle sein. Wir trinken zusammen, roll das Fass herein. Wir trinken zusammen, nicht allein. :II 2. II: Dann wollen wir schaffen sieben Tage lang. Dann wollen wir schaffen, komm fass an. :II II: Und das wird keine Plackerei. Wir schaffen zusammen, sieben Tage lang. Wir schaffen zusammen, nicht allein. :II 3. II: Jetzt müssen wir streiten, keiner weis wie lang. Ja, für ein Leben ohne Zwang. :II II: Dann kriegt der Fürst uns nicht mehr klein. Wir halten zusammen, keiner kämpft allein. Wir gehen zusammen, nicht allein. :II 4. II: Dann wollen wir trinken sieben Tage lang. Dann wollen wir trinken, so ein Durst. :II II: Es wird genug für alle sein. Wir trinken zusammen, roll das Fass herein. Wir trinken zusammen, nicht allein. :II Traditionell aus der Bretagne
|
|
|
21. Herr Mannelig
|
|
|
|
 |
 |
|
1. Bittida en morgon innan solen upprann innan foglarna började sjunga Bergatroliet friade till fager ungersven hon hade en falskeliger tunga 1. Ref.: Herr Mannelig herr Mannelig trolofven i mig För det jag bjuder sä gerna I kunnen väl svara endast ja eller nej II: Om i viljen eller ej :II 2. Jenen Tages früh morgen`s vor Sonnenaufgang bevor der Vögel Liebeslied erklang, die Bergtrollin dem Ritter einen Antrag macht doch mit gespaltener Zunge sie sprach 2. Ref.: Herr Mannelig Herr Mannelig so heirate mich dafür will ich dir alles geben. Die Antwort kann nur ja sein oder nein II: So du es nur willst :II 3. Vom schattigen Hain schenk dir zwölf Stuten ich so fein die weder Zügel noch Sattel spürten. Ich schenke die zwölf Mühlen zwischen Tillö und Ternö die Mühlstein silberne Räder führten. 2. Ref.: 4. Geschenke wie diese nähm ich gerne von dir kämst du als christliche Frau zu mir. Doch ein böser Bergtroll bist du aus dem Geschlecht der Wassertrolle, des Teufel`s oh verächt. 2. Ref.: 5. So rannte die Bergtrollin zur Tür hinaus sie klagte und weinte so laut. Hätt mich der schöne Herr gefreit aus eigener Wahl wäre ich erlöst von meiner Qual. 2. Ref.: danach zwei mal 1. Ref.: Traditionell aus Schweden
|
 |
 |
|
22. Das Räuberlied
|
 |
 |
|
1. II: Ein freies Leben führen wir , ein Leben voller Wonne :II Der Wald ist unser Nachtquartier , bei Sturm und Wind hantieren wir, II: der Mond ist unsere Sonne :II
- 2. II: Heut steigen wir beim Pfaffen ein , bei reichen Töchtern morgen :II
Da gibts Dukaten, Wein und Bier , was übrig ist das lassen wir, II: den lieben Herrgott sorgen :II
- 3. II: Und rauben wir des Königstöchterlein aus seinem Schlosse :II
Dann buhlt er uns, die Räuberschar , als wären wir von Adel gar, II: mit Gold und edlem Rosse :II
- 4. II: Und haben wir des Königsschatz aus seinem Schloss geborgen :II
Dann feiern wir ein großes Fest , ziehn Jahr und Tag, wenn er uns läßt, II: über Lande ohne Sorgen :II
- 5. II: Und haben wir beim Rebensaft die Gurgel uns gebadet :II
Da machen wir uns Mut und Kraft, und mit dem Teufel Bruderschaft , und mit dem Teufel Bruderschaft, II: der in der Hölle bratet :II
- Text, F.Schiller Musik, L.v.Beethoven 1780
|
 |
 |
|
23. Schenk voll ein
|
 |
 |
|
1. Da wollen wir nit zaghaft sein, bring noch ein volles Glas. Heda Wirt vom besten Wein, dort aus dem größten Fass. Ref.: Alle meine Lebetag und immer Sonne her. II: Schenk voll ein und immer, immer mehr. :II 2. Sauft die Gläser zügig aus, werft Tisch und Bänke um. Schmeißt den Wirt zum Fenster raus, heda der schaut sich um. Ref.: 3. Heda he! Er kann nicht mehr, sein Bauch ist viel zu klein. Sauf dir einen Ranzen an, wie ich so sollst du sein. Ref.: 4. Saufen ist ein gut`s Gelag, das kostet nicht viel Geld. Drum trauert keinem Pfennig nach, das Geld bleibt in der Welt. Ref.: 5. Wer beim Saufen kläglich ist, ist nüchtern nicht gescheit. Darum sauft die Gläser leer und klagt zur andern Zeit. Ref.: 6. Da wollen wir nit zaghaft sein, bring noch ein volles Glas. Heda Wirt vom besten Wein, dort aus dem größten Fass. Ref.: Traditionell 18. Jh.
|
 |
 |
|
24. Veris dulcis in tempore
|
|
|
 |
 |
|
- 1. Veris dulcis in tempore florenti stat sub arbore
luliana cum sorore.
- Ref.: Dulcis amor !
II: Qui te caret hoc tempore ,fit vilior. :II
- 2. Ecce florescunt arbores ,lascive canunt volucres ;
inde tepescunt virgines.
- Ref.: Dulcis amor !
II: Qui te caret hoc tempore ,fit vilior. :II
- 3. Ecce florescunt lilia ,et virginum dant agmina
summo deorum carmina.
- Ref.: .: Dulcis amor !
II: Qui te caret hoc tempore ,fit vilior. :II
- 4. Si tenerem, quam cupio ,in nemore sub folio,
oscularer cum gaudio.
|
|
 |
 |
|
25.Männer mit Bärten
1. Alle, die mit uns auf Karperfahrt waren, müssen Männer mit Bärten sein, Alle, die mit uns auf Karperfahrt waren, müssen Männer mit Bärten sein, Ref.: Jan und Hein und Claas und Pit, die haben Bärte, die haben Bärte, Jan und Hein und Claas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit.
2. Alle, die Weiber und Branntwein lieben, müssen Männer mit Bärten sein, Alle, die Weiber und Branntwein lieben, müssen Männer mit Bärten sein, Ref.:
3. Alle, die mit uns das Walroß töten, müssen Männer mit Bärten sein, Alle, die mit uns das Walroß töten, müssen Männer mit Bärten sein, Ref.:
4. Alle, die Tod und Teufel nicht fürchten, müssen Männer mit Bärten sein, Alle, die Tod und Teufel nicht fürchten, müssen Männer mit Bärten sein, Ref.:
5. Alle, die endlich zur Hölle mitfahren, müssen Männer mit Bärten sein. Alle, die endlich zur Hölle mitfahren, müssen Männer mit Bärten sein. Ref.:
|
 |
 |
|
26. Wenn ich einmal der Herrgott wär
1. Wenn ich einmal der Herrgott wär, mein erstes wäre das. Ich nähme meine Allmacht her, daß ich die Lumpen fass. Und käme einer hin zu mir und sagte, gib mir Sieg. Na wart mein Jung, der Knüppel hier, nimmt Dir die Lust zum Krieg.
2. Wenn ich einmal der Herrgott wär, mein zweites wäre das. Ich nähme meine Allmacht her und täte, wißt ihr was. Wenn ich ein Protzen fände wo, der quält Knecht und Gesell. Ich wäre über Maßen froh, zu stopfen ihm sein Fell.
3. Wenn ich einmal der Herrgott wär, mein drittes wäre das. Ich nähme meine Allmacht her und machte mir den Spaß. Wenn so ein Junker aufbegehrt, ach denkt euch welch ein Schreck. Er läge, wo er hingehört, padauz sogleich im Dreck.
4. Wenn ich einmal der Herrgott wär, ich will's nun mal nicht sein. Ich will nicht Knecht, ich will nicht Herr, doch Gleicher will ich sein. Ich will, daß hier auf Erden gilt, die Freiheit und das Recht. Daß Gutes man für gut auch hält und das, was schlecht, als schlecht.
|
 |
 |
|
27. Das CiT-Lied
1.Desideria singt keine Lieder, he-ja-diho auch trägt sie falsch rum ihre Mieder, he-ja-dihohohoho Ref: CiT voran, drauf und dran, die Spielleut zwischen Suff und Größenwahn
2.Der Fremont von der Landenau, he-ja-diho der fahrt wie a` gesenkte Sau, he-ja-dihohohoho Ref: 3.Weil Kassandra gerne deftig speist, he-ja-diho dreht sie stets ihre Leier heiß, he-ja-dihohohoho Ref: 4.Und unser Ursus pfurzt so viel, he-ja-diho das macht aber nichts, denn das hat Stil, he-ja-dihohohoho Ref: 5.Die Dragana bläst so manches Rohr, he-ja-diho doch beim Petrus kommt kein Ton hervor, he-ja-dihohohoho Ref: 6.Der Petrus erzählt gar manche G`schicht, he-ja-diho doch meistens glaubt man ihm wohl nicht, he-ja-dihohohoho Ref: 7.Die Seraphin, sie wiegt ihr Becken, he-ja-diho das erfreut so manchen wilden Recken, he-ja-dihohohoho Ref: 8.Zu siebt sind wir in uns`rem Haufen, he-ja-diho jetzt sind wir still und gehn zum Sauffen, he-ja-dihohohoho Ref:
|
 |
 |
|
28. Ich zôch mir einen valken... (Falkenlied)
1. »Ich zôch mir einen valken mêre danne ein jâr. dô ich in gezamete als ich in wolte hân und ich im sîn gevidere mit golde wol bewant, er huop sich ûf vil hôhe und fluog in anderiu lant.
2. Sît sach ich den valken schône fliegen: er fuorte an sînem fuoze sîdîne riemen, und was im sîn gevidere alrôt guldîn. got sende si zesamene die gerne geliep wellen sîn!«
|
|
|